E-Partizipation bezeichnet die digitale Unterstützung von Beteiligungsprozessen an der Schnittstelle von Bürgergesellschaft und staatlichen Institutionen. Instrumente umfassen Online-Konsultationen, digitale Petitionsplattformen, interaktive Beteiligungsportale sowie deliberative Formate wie Bürgerräte mit digitaler Unterstützung. Ziel ist es, politische Teilhabe niedrigschwelliger, ortsunabhängiger und inklusiver zu gestalten. Erfolgreiche Beispiele sind etwa das Berliner Mängelmelder-System oder nationale Plattformen für Gesetzgebungskonsultationen. Herausforderungen bestehen im digitalen Graben, da nicht alle Bevölkerungsgruppen gleichermaßen digitalen Zugang haben. Zudem muss sichergestellt werden, dass Beteiligungsergebnisse tatsächlich in Entscheidungsprozesse einfließen, um die Legitimität und das Vertrauen in E-Partizipationsangebote zu stärken.