Proaktive Verwaltung stellt einen Paradigmenwechsel im Verhältnis von Bürger und Behörde dar: Statt auf Anträge zu warten, ergreift die Verwaltung selbst die Initiative und informiert Berechtigte über ihnen zustehende Leistungen oder löst diese automatisch aus. Voraussetzung sind vernetzte Register, das Once-Only-Prinzip und eine datenschutzkonforme Datennutzung. Typische Beispiele sind automatische Kindergeldzahlungen nach Geburtsregistrierung oder Benachrichtigungen über Rentenansprüche. Proaktive Verwaltung steigert die Inanspruchnahme sozialer Leistungen, reduziert Bürokratie und stärkt das Vertrauen in den Staat. Kritisch diskutiert werden Datenschutzfragen sowie die Notwendigkeit klarer gesetzlicher Grundlagen für den behördlichen Datenaustausch.
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Proaktive Verwaltung
Behördliches Handeln, bei dem Leistungen automatisch ausgelöst werden, sobald relevante Lebensereignisse eintreten, ohne Eigeninitiative.